(23.06.2020) Ab Montag, den 22. Juni 2020 ist die Bahnhofsmission Göttingen für Reisende wieder geöffnet. Die geänderten Öffnungszeiten, montags bis freitags von 10:30 Uhr bis 15:30 Uhr, bleiben aber weiterhin bestehen. Da sämtliche Corona-Regeln eingehalten werden, kann aus Platzgründen immer nur einer Person oder einer Familie in den Räumen Aufenthalt gewährt werden. Auch bieten wir wieder im vollen Umfang die Reisehilfen an. Für Nichtreisende Gäste ist ein weiterer Service eingerichtet worden. Während der Öffnungszeiten stehen Lunchpakete mit Essen und Getränk zur Mitnahme bereit. Sie werden an einem extra eingerichteten Schutzfenster ausgegeben. Dieser Service konnte durch eine Spende der Deutsche Bahn Stiftung ermöglicht werden. Während der regulären, bekannten Öffnungszeiten ist die Bahnhofsmission Göttingen telefonisch unter 0551 56190 zu erreichen. Scheuen Sie sich nicht davor, uns anzurufen! Für Ihre Fragen sind wir da!
(13.03.2020) Ab Dienstag, den 14. April 2020, ändert die Bahnhofsmission Göttingen nochmals ihr Öffnungszeiten. Sie ist bis voraussichtlich Mitte Mai montags bis freitags von 10:30 Uhr bis 15:30 Uhr für Reisende geöffnet. Samstags, sonntags und feiertags bleiben die Räumlichkeiten verschlossen. Diese Besetzung für Notfälle wird von der Leitung der Einrichtung geregelt. Während der regulären, bekannten Öffnungszeiten sind wir telefonisch unter 0551 56190 zu erreichen! Scheuen Sie sich nicht davor, uns anzurufen! Für Ihre Fragen sind wir weiterhin da! Im Telefongespräch sehen wir, ob wir oder eine andere Abteilung des Diakonieverbandes Ihnen weiterhelfen kann. Unser Netzwerk ist groß, so dass wir auch versuchen können, Ihnen nachbarschaftliche Hilfe zu vermitteln, wenn Sie zur Risikogruppe gehören und zurzeit Sorge haben, ihre Wohnung zu verlassen.
Sehr geehrte Damen und Herren, verehrte Ratsuchende, liebe Freunde der Diakonie,
aus Anlass der steigenden Zahl der an dem Corona Virus erkrankten Personen in Deutschland und Niedersachsen haben wir die Arbeit in unseren Abteilungen, Einrichtungen und Projekten mit Ausnahme der Diakoniestation auf einen Notbetrieb umgestellt. Auch der Diakonieverband ist aufgefordert dazu beizutragen, dass sich das Virus nicht weiter ausbreitet. Gleichzeitig dienen unsere sozialen Unterstützungsangebote gerade den Menschen, die sich insbesondere in persönlichen Krisensituationen befinden. Sie können deshalb gern weiterhin mit uns telefonisch oder über E-Mail Kontakt aufnehmen und sich informieren und ggf. beraten lassen. Für Menschen in ausgesprochen akut prekären Lebenssituationen werden wir versuchen, wenn es sich nicht aufschieben lässt, einen Termin für ein persönliches Gespräch zu ermöglichen, das folgend ausschließlich im Rahmen strenger präventiver Hygiene- und Schutzmaßnahmen erfolgen muss.
Bitte entnehmen Sie weitere Hinweise hierzu den Mitteilungen auf den Internetpräsenzen der jeweiligen Abteilungen.
Ich habe noch eine Bitte an Sie ganz persönlich:
Beachten Sie die sich täglich erneuernden behördlichen Vorgaben nicht nur in Ihrer beruflichen sondern auch in ihrer ganz privaten familiären Umgebung konsequent. Das Virus (Corvid-19) verbreitet sich zurzeit sehr schnell. Besonders bei älteren und chronisch erkrankten Menschen können auf einmal sehr viele schwere, lebensbedrohliche Erkrankungen auftreten. Unser Gesundheitssystem muss diese Fälle dann auch versorgen können. Indem Sie bei sich selbst mit den Schutzmaßnahmen anfangen, helfen Sie maßgeblich mit die Verbreitung des Virus einzudämmen bzw. mindestens zu verzögern, sodass auch alle schwer erkrankten Personen die notwenige medizinische Versorgung erhalten können.
Wir dürfen weiterhin sehr zuversichtlich sein, dass wir unter der Berücksichtigung der notwendigen Achtsamkeit für uns selbst und unseren Nächsten diese Krise werden meistern können.
(16.03.2020) Da sich die Lage weiter zuspitzt, haben der Geschäftsführer des Diakonieverbandes, Jörg Mannigel, die Leitung der Bahnhofsmission Göttingen und alle anderen Abteilungsleitungen für die Abteilungen, in denen Ehrenamtliche tätig sind, folgendes beschlossen:
Ab morgen, Dienstag, den 17. März 2020 bleibt die Bahnhofsmission Göttingen bis auf Weiteres verschlossen, so dass bis einschließlich 30. April 2020 kein Dienst durch Ehrenamtliche mehr nötig und möglich ist!
Eine Besetzung für Notfälle in der Bahnhofsmission regeln Matthias Schökel und Andreas Overdick. Während der regulären Öffnungszeiten sind wir telefonisch zu erreichen! Scheuen Sie sich nicht davor, uns anzurufen! Für Ihre Fragen sind wir weiterhin da! Im Telefongespräch sehen wir, ob wir oder eine andere Abteilung des Diakonieverbandes Ihnen weiterhelfen kann. Unser Netzwerk ist groß, so dass wir auch versuchen können, Ihnen nachbarschaftliche Hilfe zu vermitteln, wenn Sie zur Risikogruppe gehören und zurzeit Sorge haben, ihre Wohnung zu verlassen. Wir danken für Ihr Verständnis und wünscht allen ein gesundes Wiedersehen – irgendwann.
(15.03.2020) Wichtigste Aufgabe für alle ist jetzt, die Verbreitung der Infektion zu verzögern. Dies geschieht am besten dadurch, dass die Kontakte personell und räumlich eingegrenzt werden. Aus diesem Grund hat z.B. die Deutsche Bahn AG zusammen mit der Bundesgeschäftsstelle der Bahnhofsmissionen die bundesweiten "Kids on Tour“-Fahrten abgesagt.
Auch hat die Bahnhofsmission Göttingen als Abteilung des Diakonieverbandes Göttingen, gemeinsam mit Geschäftsführer Jörg Mannigel, die Sachlage erörtert und die Arbeit der gegebenen Situation angepasst:
Die Räumlichkeiten der Bahnhofsmission sind ab Sonntag, 15. März 2020, grundsätzlich verschlossen. Nach dem Klopfen öffnen Mitarbeitende die Tür.
Reisende wird dann Einlass gewährt, wenn sie einen Aufenthalt z.B. wegen Zugverspätung etc. benötigen und KEINE Krankheitssymptome haben.
Da es zurzeit keine Verpflegung in der Bahnhofsmission gibt, werden die nichtreisenden Gäste an der Tür auf das Angebot der Straßensozialarbeit, Tilsiter Straße 2A, hingewiesen. Für sie ist die Bahnhofsmission geschlossen.
Die Leitung der Bahnhofsmission wird während der Öffnungszeit anwesend sein, um auf die aktuelle Sachlage und auf Anforderungen schnell reagieren zu können. Sie hält diesen eingeschränkten Dienst erst einmal aufrecht, um für Reisende da zu sein und Ein-, Aus- und Umstiegshilfen zu erfüllen.
Ein Artikel von Jeanine Rudat. Henning Müller hat am 1. März sein 20-jähriges Jubiläum als Ehrenamtlicher der Bahnhofsmission Göttingen gefeiert. Leiter Andreas Overdick und stellvertretender Leiter Matthias Schökel gratulierten Müller, der Ende März seinen 81. Geburtstag feiert, mit einer Dankesurkunde. „Ehrenamt ist die Bodenplatte, auf der sich Kirche aufbaut. Ohne diese Grundlage wären die meisten Arbeitsfelder hier nicht möglich“, erklärt Overdick.
Sich für andere einzusetzen bedeute ihm sehr viel, so Müller. „Denn ohne ehrenamtliches Engagement wäre unsere Gesellschaft nicht nur nicht überlebensfähig, sondern sie würde, und davon bin ich zutiefst überzeugt, zusammenbrechen.“ Sich für die Bahnhofmission zu entscheiden, sei dem 80-Jährigen leicht gefallen. Ihn reize besonders, dass er bei seiner freiwilligen Arbeit mit ganz unterschiedlichen Menschen zu tun hat und verschiedene Nationalitäten, Altersgruppen und Schicksale kennenlernt und dies zu einem bereichernden Austausch für beide Seiten führt.
An zwei Begebenheiten erinnert sich der Göttinger besonders gerne. Bei seinem ersten Einsatz alleine auf dem Bahnsteig, hat er einer älteren Dame und ihrem 30-jährigen Sohn, der das Down-Syndrom hatte, beim Einstieg geholfen. Da noch sehr viel Zeit war, hat er die Familie samt Gepäck bis in den Zug begleitet. Völlig vertieft in die Unterhaltung nahm niemand war, dass der Schaffner bereits zur Abfahrt gepfiffen hatte. „Und so hatte ich das Vergnügen mit den beiden nach Kassel zu fahren“, erinnert sich der Rentner schmunzelnd an seinen ersten Einsatz. „In Kassel angekommen, hatte ich relativ schnell eine ICE-Rückfahrt nach Göttingen und wurde von dem sehr verständnisvollen Zug-Chef mit einem Pott Kaffee für meinen Einsatz belohnt.“
Dass Lachen und Weinen bei seinen Einsätzen nah beieinander liegen, zeigt Müllers zweites Erlebnis als Ehrenamtlicher der Bahnhofsmission Göttingen. Er betreute eine alleinreisende ältere Dame, die seit mehr als zehn Jahren ihren schwerkranken Ehemann 24 Stunden am Tag betreute und nun zum ersten Mal einen dreiwöchigen Erholungsurlaub nehmen konnte, weil ihrem Ehemann eine entsprechende Betreuung in einem Heim gewährleistet war. Müller erinnert sich: „Sie war so dankbar und zufrieden darüber, obwohl sie ihren Ehemann jetzt schon vermisste. Wir hatten noch Zeit und so erzählte sie mir ihre Lebensgeschichte. Als ich mich dann von ihr verabschiedete, drückte sie meine beiden Hände, mit den Worten: ´Vergelt´s Gott´. Ob dieser besonderen Anerkennung, die sich bei mir vor allen Dingen in diesen zwei Worten wiederspiegelte, fing erst ich an zu weinen und dann die Dame. Wir nahmen uns in den Arm und waren auf eine gewisse Weise glücklich, dass wir uns begegnet waren.“
Der Leiter der Bahnhofsmission Göttingen, Andreas Overdick, freut sich, mit Henning Müller so einen engagierten Ehrenamtlichen in seinen Reihen zu haben. „Henning Müller hat mit seinem 20-jährigen Engagement die Bahnhofsmission entscheidend mitgeprägt. Auch heute noch fließen seine Erfahrungen und die Geschichten von damals in die Entscheidungsfindung des Gesamtteams mit ein. Nur mit diesem ´Rückblick´ und ´Ausblick´ ist eine kontinuierliche, sich den Anforderungen und Veränderungen stellende Arbeit möglich.“
Quelle: Denise Dammann
Leiter der Bahnhofsmission Göttingen Andreas Overdick (links) und stellvertretender Leiter der Bahnhofsmission Göttingen Matthias Schökel (rechts) gratulieren Henning Müller (Mitte) zu seinem 20. Ehrenamtsjubiläum bei der Bahnhofsmission.
(18.12.2019) 90 Weihnachtspäckchen haben Mitarbeitende der Gothaer Versicherung für Klienten, Gäste und Besuchende der Abteilungen des Diakonieverbandes Göttingen gepackt. Etwa ein Viertel der Beschäftigten am Standort Göttingen hat sich damit in diesem Jahr an der Charity-Tree-Weihnachtsaktion beteiligt. An den Standorten Göttingen, Hamburg und Köln hingen in der Adventszeit Karten an Pinnwänden, die zur Erfüllung eines Wunsches ausgesucht werden konnten. In Göttingen waren die Karten in rund drei Tagen vergriffen. "Die Hilfsbereitschaft und die Freude am Schenken ist auch nach fünf Jahren bei den Mitarbeitenden sehr groß, was uns sehr freut", so Lisa Prinzhorn vom Diakonieverband Göttingen. Sabine Wegener, die von Seiten der Gothaer die Hilfsaktion betreut, ergänzt: "'In der Gemeinschaft Werte schützen.' Dieser Satz soll allen Mitarbeitenden und Führungskräften der Gothaer Orientierung geben. Die Gothaer stiftet einen großen Nutzen für die Gemeinschaft und schützt das Wichtigste der Menschen: deren Werte. Die Idee des Charity Trees knüpft an diesen Gedanken an und soll sozialschwachen und pflegebedürftigen Menschen ein Lächeln zu Weihnachten ins Gesicht zaubern." Mit den Spenden der Weihnachtsaktion werden in diesem Jahr Menschen bedacht, die von der Bahnhofsmission, der Fachstelle für Sucht und Suchtprävention, der Kirchenkreissozialarbeit, dem Migrationszentrum, der Demenzhilfe Göttingen und der Straßensozialarbeit begleitet und unterstützt werden. von Jeanine Rudat
Vom 14.-16. November 2019 war im KaufPark wieder die Aktion “Miteinander – Füreinander“. Über 30 gemeinnützige, karitative und kirchliche Organisationen aus Göttingen und Umgebung haben über ihre Arbeit informiert und Dinge zum Verkauf angeboten, deren Erlös den Menschen zu Gute kommt. Auch die Bahnhofsmission Göttingen war dabei! Am Stand des Diakonieverbandes, der Evangelischen Erwachsenenbildung und der Innenstadtgemeinden Göttingens, gestalteten die ehrenamtlich Tätigen den Sonnabend-Nachmittag. Viele Menschen informierten sich am Stand über den sozialen Dienst der Kirchen am Bahnhof und waren überrascht, wie vielfältig das Angebot im Bahnhof Göttingen ist. "Es ist toll, mit Menschen über die Arbeit ins Gespräch zu kommen, Schwellenängste und Vorbehalte abbauen zu können und neue Interessierte für die Arbeit der Bahnhofsmission zu finden!", so eine Freiwillige, die zum ersten Mal bei der Aktion beteiligt war. Neben den Ständen gab es am Sonnabend im KaufPark den Ausschank der Erbsensuppe durch Prominente zugunsten der Aktion "Keiner soll einsam sein". Diese wohl größte Benefizveranstaltungen Norddeutschlands wird seit 1973 vom Göttinger Tageblatt durchgeführt. Die eingenommenen Gelder werden direkt in Not geratenen Menschen zur Verfügung gestellt.
(15.10.2019) Die Bahnhofsmission hat am 27. September 2019 ihr 125jähriges Jubiläum mit einem Festakt mit über 600 Gästen am Berliner Ostbahnhof gefeiert. Mitwirkende aus Politik, Kirche und Gesellschaft würdigten das große Engagement der bundesweit 104 kirchlichen Sozialstationen an den Bahnhöfen. Auch Ehrenamtliche aus Göttingen waren dabei. "Neben den Herausforderungen, die sich uns immer wieder durch temporäre Krisen stellen, nehmen wir als wichtigste Funktion der Bahnhofsmissionen mittlerweile die soziale Hilfe für Menschen wahr, die den Anschluss an die Gesellschaft verloren haben. Viele unserer Gäste finden aus eigener Kraft keinen Zugang mehr zu den regulären Hilfesystemen" beschreibt der Bundesvorsitzende der Bahnhofsmission Klaus-Dieter Kottnik den Trend der vergangenen Jahre. Bahnhofsmissionen würden für eine wachsende Zahl von Menschen zur oft einzigen Anlauf- und Kontaktstelle. "Die Überwindung von Ausgrenzung und Einsamkeit wird eine der großen Herausforderungen unserer älter und mobiler werdenden Gesellschaft sein", so Kottnik. Mehr als die Hälfte der jährlich zwei Millionen Gäste der Bahnhofsmissionen sind sozial benachteiligt. Genutzt werden die Stationen aber auch von Menschen, die Unterstützung bei der Reise benötigen, etwa Menschen mit Behinderungen oder Ältere. "Mit den prognostizierten steigenden Reisenzahlen der kommenden Jahre werden auch auf die Bahnhofsmissionen zusätzliche Aufgaben zukommen. Darauf werden wir uns vorbereiten", wagte Kottnik einen Blick in die Zukunft der Arbeit. Bereits heute zählen die Bahnhofsmissionen jährlich bundesweit mehr als 340.000 Reisehilfen. "Die Bahnhofsmission zeigt, wie eine offene Gesellschaft funktionieren kann. Bahnhöfe sind zentrale Knotenpunkte im Netz unserer mobilen Gesellschaft, an denen auch die sozialen Aufgaben unserer Zeit in besonderer Weise sichtbar werden. Es ist wunderbar, dass sich Helferinnen und Helfer aus ihrem Glauben heraus in den Dienst nehmen lassen, Menschen auf Reisen, in akuten Nöten und in existenziellen Notlagen zu begleiten", ehrt Pfarrer Ulrich Lilie, Präsident der Diakonie Deutschland, alle Engagierten. Auch Caritas-Präsident Prälat Dr. Peter Neher würdigt die Arbeit der Bahnhofsmission: "Die Bahnhofsmission rückt diejenigen Menschen in den Mittelpunkt, die an den Rand der Gesellschaft gedrängt werden. Es ist ein wertvolles Gut für unsere Gesellschaft, dass Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Bahnhofsmission seit 125 Jahren einfach da sind. Sie helfen Menschen und öffnen Türen an den Umsteigeplätzen und Abstellgleisen des Lebens. Danke."
Quelle: Ingeborg Piper
Impressionen vom Ehrenamtskongress und der Jubiläumsfeier.