Bahnhofsmission Göttingen

• eine Abteilung im Diakonieverband des Ev.-luth. Kirchenkreises Göttingen •

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"Wortreich" war der Tag auf jeden Fall...

"Das Bild kenne ich. Ich weiß, was es bedeutet!", ruft Michael* durch die ganze Halle. "Das steht für das Sprichwort Steck' den Kopf nicht in den Sand". Und Julia* ergänzt: "Und das da heißt: Du hast ein Brett vor dem Kopf!"
Schnell haben die 17 Mädchen und Jungen der zweiten Klasse einer Göttinger Grundschule die Räumlichkeiten des "WortReich" in Bad Hersfeld erobert. Und sie haben ihren Spaß dabei! Egal ob beim Buchstabenbällesortieren, um damit ihren Namen zu schreiben, oder beim Abkürzungsraten. "Das ist ja ein Museum zum Anfassen!" stellt Sabine* fest und trifft damit genau den Punkt des Ausstellungskonzeptes. Durch das Ausprobieren eröffnet sich den Kindern die Welt von Konrad Duden. "Den kenne ich. Unsere Lehrerin hat von dem ein Wörterbuch." stellt Markus* fest.
Anhand von "Konrad", der geboren wird, aufwächst, erwachsen wird, die Welt kennen lernt, sich verliebt, heiratet und selbst Kinder bekommt, erschließt sich den Kindern die Entwicklung von Sprache und Kommunikation. Spannend und selbst für Erwachsene aufschlussreich. In einem zweiten Teil kann man einen anderen Konrad kennenlernen: Konrad Zuse, der Erfinder des Computers. Duden wie auch Zuse haben in Bad Hersfeld gelebt.
Dieser Ausflug ins "WortReich" wurde von der Bahnhofsmission Göttingen in Kooperation mit der Schulklasse organisiert und durchgeführt. Jetzt wird im Team der Bahnhofsmission Göttingen erwogen, ob dieses Angebot in das Portfolio aufgenommen wird, um Schulklassen, die eine Klassenfahrt über mehrere Tage nicht finanzieren können, einen Tagesausflug zu ermöglichen. Die bei dem Ausflug beteiligten Lehrerinnen und Eltern sind sich einig: "Unbedingt! Eine tolle Aktion – hilfreich und gemeinschaftsbildend!" Für die Bahnhofsmission selbst wäre dieses Angebot eine gute Ergänzung zu "Kids on Tour", den begleiteten Kinderfahrten im Fernverkehr.
Auf der Rückreise wurde es dann etwas ruhiger im Zug. Einige der Kinder spielten noch "Teekessel" oder "Stille Post". Am Abend kamen dann alle glücklich und zufrieden wieder am Göttinger Hauptbahnhof an, wurden von der Bahnhofsmission Göttingen verabschiedet und von ihren Eltern in Empfang genommen. *alle Namen redaktionell geändert.
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Bild: Andreas Overdick

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Bild: Andreas Overdick

Bahnhofsmission Göttingen zu Gast in Hann. Münden

(Göttingen, 22.05.2018) Immer am Pfingstmontag feiern Christinnen und Christen aller Konfessionen aus der ganzen Region einen Gottesdienst in der St. Blasiuskirche in Münden. Da in diesem Jahr im Gottesdienst die Bahnhofsmissions-Ausstellung "KreuzWeise" eröffnet wurde, lag nichts näher, als die Bahnhofsmission Göttingen mit in die Vorbereitung und Durchführung einzubeziehen. Und die Bahnhofsmission Göttingen nahm diese Einladung gerne an.
Schon in der Begrüßung wurde deutlich, dass das Thema Bahnhofsmission im Mittelpunkt dieses Gottesdienstes stand. "Wir sind in der Kirche und draußen sind die anderen. Wir bedauern, dass die da draußen scheinbar nichts von uns wissen wollen. Gott zerbricht Pfingsten diese Logik. Der Heilige Geist ruft dazu auf, sich zu allen Menschen auf den Weg zu machen. Darin zeigt sich Kirche. Und so praktiziert es seit mehr als 100 Jahren die Bahnhofsmission."
Das griffen Andreas Overdick und Matthias Schökel in ihren Beiträgen auf. Overdick beschrieb die multikulturelle Situation am Bahnhof. "Man hört hier die unterschiedlichsten Sprachen. Man sieht die Hautfarben aller Länder dieser Erde. Man spürt die unterschiedlich gefüllten Geldbeutel." Und genau hier arbeitet diese älteste ökumenische Institution, die Bahnhofsmission.
"Ich helfe am Bahnhof Reisenden beim Ein-, Aus- und Umsteigen und begleite Kinder und Jugendliche im Zug mit 'Kids on Tour' zu ihren Familienangehörigen. Am Bahnhof treffen sich nicht nur Reisende. Hier halten sich auch Menschen auf, die sich Reisen nicht leisten können. Sie tauchen in die Anonymität des Bahnhofs ein und gehören so zum 'blühenden Leben' am Bahnhof dazu. Diese Menschen suchen und bekommen in unseren Räumlichkeiten auf dem Bahnsteig zu den Gleisen 4 und 5 etwas zu Trinken und zu Essen, ein Gespräch, Hilfe, Rat oder Informationen. Sie bekommen das, was in der konkreten Situation 'not-wendig' ist!" führte Schökel aus.
Bei der Arbeit auf den Bahnsteigen ist die Dankbarkeit der Menschen sofort spürbar. Eine den Menschen ernstnehmende und konkrete Hilfe, die nicht erst groß nach Notwendigkeit, Religion oder Einstellung fragt, ist so einfach. "Einfach tun! Helfen kann wirklich jede und jeder!" war die zusammenfassende Aussage der Bahnhofsmission Göttingen.
Dazu verabredeten sich die Gottesdienstbesuchenden. Sie werden Nachbarn in ihrem Wohnquartier besuchen und sich als "Zuhörende" in die Fußgängerzone setzen, um ansprechbar für Passanten zu sein und mit ihnen über "Gott und die Welt" zu reden.
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Bild: Andreas Overdick

Vier Jugendliche am Zukunftstag 2018
in der Bahnhofsmission Göttingen

(Göttingen, 27.04.2018) Sie waren schon sehr gespannt, als sie gestern Morgen vor der Tür der Bahnhofsmission standen. Emelie, Fabian, Julius und Lotte hatten sich dafür entschieden, an ihren Zukunftstag die Einrichtung mir ihren unterschiedlichen Arbeitsbereichen kennen zu lernen.
Schon nach dem ersten Bahnsteigdienst, gleich um 9.14 Uhr am "Cantus" sagte Emelie: "Es ist toll, so einfach Menschen helfen zu können!" und Fabian ergänzt:"Man lernt bei der Arbeit so viele Menschen kennen. Und alle, denen man hilft, sind dankbar!"
In der Bahnhofsmission wurde dieser Tag so vorbereitet, dass die Jugendlichen die Arbeit der Bahnhofmission, aber auch den Bahnhof und die dort vorhandene gute Zusammenarbeit kennen lernen konnten.
Auf dem Programm stand auch ein Besuch bei der Bundespolizei. Nach einem kurzen Vortrag über die Arbeit wurden auch die Räumlichkeiten besichtigt. "Booh! Hier gibt es ja sogar eine Gefängniszelle!" staunte Julius nicht schlecht.
Über den Tag verteilt erzählten Andreas Overdick und Matthias Schökel über die Arbeitsbereiche der Bahnhofsmisssion. "Kids on Tour" interessierte die Vier sehr. "Da fahren wir auch mal mit!".
Um die Ein-, Um- und Ausstiegshilfe auszuprobieren, fuhr die Gruppe nach Northeim, rief dort die Bahnhofsmission in Göttingen an und bat um Ausstiegshilfe in Göttingen. Nachdem die Mitarbeiterin am Telefon alle Daten aufgenommen hatte, wünschte sie gute Reise. Die vier Jugendlichen und ihr Begleiter Overdick waren gespannt, ob das alles so klappen würde. Nach einem Eis ging es zurück und – wie selbstverständlich – waren am Bahnsteig zwei Mitarbeiterinnen der Bahnhofsmission Göttingen, die beim Ausstieg halfen.
Am Ende dieses erlebnisreichen Tages waren sich alle einig: "Toll, dass es die Bahnhofsmission gibt!. Ohne sie wären viele Menschen hilflos im Bahnhof! Beindruckend auch, dass es fast alles Ehrenamtliche sind die diese Arbeit übernehmen!"
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Bild: BM Düsseldorf

Menschen bewegen

Tag der Bahnhofsmission am 21. April 2018
(Göttingen, 23.04.2018) Unter dem Motto "Menschen bewegen. Bahnhofsmission." öffneten lokale Bahnhofsmissionen am 21. April bundesweit ihre Türen. Sie luden dazu ein, die Arbeit aus nächster Nähe kennenzulernen.
Neben dem normalen Sonnabend-Angebot war in Göttingen der Bahnsteigdienst mit der aktiven Hilfe personell stärker besetzt als an normalen Tagen. Das war im Bahnhof und auf den Bahnsteigen deutlich zu spüren! Es kam zu vielen Einzelgesprächen und kleinen Hilfen, bei denen Bahnhofsmissions-Bonbons und Bahnhofsmissions-Kugelschreiber verschenkt wurden. Auch die Mitarbeitenden der Deutschen Bahn und in den Einzelhandelsgeschäften im Bahnhof nahmen die freundlichen Kontakte dankend auf: Abwechslung im Alltagsgeschäft und das mit leckeren, blauen Bahnhofsmissions-Bonbons!
Besonders die Gespräche mit Mitgliedern des ADFC Osnabrück und einer Gruppe des SPD-Unterbezirk Göttingen, die gerade an der "Sozialen Stadtführung" teilnahmen, werden in Erinnerung bleiben! Viele Grüße!
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ffene Türen für alle, Unterstützung bei Bahnreisen und Beratung oder Hilfe in Notlagen bietet die Bahnhofsmission in über 100 Städten 365 Tage im Jahr. Das Motto "Menschen bewegen" zeigt dabei die verschiedenen Seiten der Arbeit der Bahnhofsmission: Die Mitarbeitenden lassen sich bewegen von der Armut und den schwierigen Lebensumständen vieler Menschen. Die Bahnhofsmission bietet von Armut Betroffenen einen sicheren Tagesaufenthalt und organisiert schnelle Unterstützung in Notlagen. "Über drei Viertel der Nutzerinnen und Nutzer der Bahnhofsmission sind unmittelbar von Armut bedroht, haben häufig keine Arbeit und keine Wohnung." so Christian Bakemeier, evangelischer Bundesgeschäftsführer der Bahnhofsmission, einer ökumenischen Einrichtung der katholischen und evangelischen Kirche.
"Menschen bewegen" ist aber auch eine ganz praktische, zentrale Aufgabe der Bahnhofsmission: Sie bringen Menschen wohlbehalten von einem Ort zum anderen und leisten die nötige Hilfestellung. Die Unterstützung reicht von Ein-, Aus- und Umsteigehilfen für mobilitätseingeschränkte Reisende, dem Fahrkartenkauf bis zur Bestellung von Taxis. Bei Bedarf ist auf manchen Strecken sogar eine Reisebegleitung und Betreuung während der ganzen Fahrt möglich. Die Bahnhofsmission ist für Reisende jeder Altersgruppe da. Mit "Kids on Tour" wird seit vielen Jahren auch für unbegleitete Kinder und Jugendliche das sichere Reisen ermöglicht.
Diese Mobilität ermöglicht vielen Gästen der Bahnhofsmission eine Teilhabe am gesellschaftlichen und kulturellen Leben, die ihnen sonst verwehrt bliebe. Sie begegnen anderen Menschen und sind in der Lage ihr Leben selbstbestimmt zu verändern. Das "bewegt" viele Reisende auch in anderer Weise: Sie spüren menschliche Begegnung und Solidarität. Die vielen zumeist ehrenamtlichen Mitarbeitenden der Bahnhofsmission holen die Menschen dort ab, wo sie stehen – in jeder Hinsicht.
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Bild: Matthias Schöckel

30. Dienstjubiläum in der Diakonie

(11.10.2016) Anlässlich des 30-jährigen Dienstjubiläums von Wolfgang Eggerichs dankten Jörg Mannigel, Geschäftsführer des Diakonieverbandes und Doris Magnus aus der Diakonieverbands-Geschäftsstelle dem Leiter der Bahnhofsmission. Sie richteten Grüße von Superintendent Friedrich Selter, den Mitgliedern des Geschäftsführenden Ausschusses und des Kuratoriums der Bahnhofsmission aus.
Mannigel würdigte Eggerichs erfolgreiches Wirken in der Diakonie des Kirchenkreises und hob dabei die hohe Loyalität und das große Engagement hervor.
Eggerichs leitet die Bahnhofsmission seit 2008. Zuvor war er einer der Geschäftsführer der Neuen Arbeit Brockensammlung, einem sozialpädagogischen Arbeitsprojekt, das 1984 im Kirchenkreis gegründet wurde.
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Bild: Bahnhofsmission

Vernissage der Fotoausstellung
#alltag #perspektiven #wege

Unter dem Aspekt „Kreuze im Alltag“ haben Praktikantinnen und Praktikanten der Bahnhofsmission Ende 2014 – unter Mithilfe eines professionellen Fotografen – Ausschau nach Kreuzmotiven in der Göttinger Innenstadt gehalten. Aus vielen kreativen Fotos mit außergewöhnlichen Perspektiven wählten die Schülerinnen und Schüler 13 Fotos aus und verfassten kurze Texte dazu. Im Rahmen einer öffentlichen Ausstellung laden die Bilder und Texte interessierte Besuchende dazu ein, die unscheinbaren und verborgenen Dinge des Alltags aus besonderen Perspektiven zu betrachten und neue Wahrnehmungs- Wege zu entdecken. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, die Jugendarbeit der Bahnhofsmission Göttingen in ihrem Facettenreichtum kennenzulernen.
Die Realisierung der Ausstellung und Vernissage wurde maßgeblich von einem Projektteam der ZESS (Zentrale Einrichtung für Sprache und Schlüsselqualifikationen der Universität Göttingen) unterstützt.
Die Vernissage findet Donnerstag, dem 11. August 2016 um 11:30 Uhr in der
Geschwister-Scholl-Gesamtschule, Kurt-Huber-Weg 1-5, 37079 Göttingen statt.
In einem einstüdigen Programm mit Rede- und Musikbeiträgen wird die Ausstellung feierlich eröffnet und in der Schule zwei Wochen anzusehen sein. Um die Fotografien darüber hinaus noch länger genießen zu können, sind alle Bilder während der Vernissage in Form eines Kalenders oder als hochwertige Leinwand bei einer „stillen" Auktion zu erwerben. Der Verkaufserlös kommt zukünftigen Projekten der Bahnhofsmission zugute.
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Bild: Bahnhofsmission

Jugend-Kunstprojekt
der Bahnhofsmission Göttingen braucht Spenden!

Im Rahmen ihres Praktikums bei der Bahnhofsmission in Göttingen haben Schülerinnen und Schüler in der Göttinger Innenstadt Fotos zum Thema "Kreuze im Alltag" gemacht. Die Schülerinnen und Schüler sollten dabei nach "zufälligen", versteckten Kreuzmotiven in der Stadt Ausschau halten und sich am Ende passende Texte zu den 13 ausgewählten Bildern überlegen.
Um diese Bilder der Öffentlichkeit zugänglich zu machen und somit noch mehr Menschen die Augen für die kleinen und besonderen Dinge des Alltags zu öffnen, soll eine Ausstellung der Bilder in Göttingen organisiert werden. Zur Eröffnung wird es eine Vernissage mit den Schülerinnen und Schülern, Eltern, Lehrern, Ehrenamtlichen und weiteren Gästen in einer Göttinger Schule geben.
Ziel der Ausstellung ist die Vorstellung und Unterstützung der Arbeit der Bahnhofsmission, ihres Praktikumsprogrammes, sowie die Ermutigung jedes Einzelnen, mit offenen Augen durch die Stadt zu gehen und einen Blick für die kleinen, unscheinbaren und oft versteckten Dinge des Alltags zu entwickeln.
Begleitend zu der Ausstellung und Vernissage soll ein Fotokalender entstehen und eine Auktion der Bilder (auf Leinwand) stattfinden.
Um den Druck der Bilder, Flyer und Kalender, wie auch die Vernissage finanzieren zu können und somit einen guten, professionellen Auftakt für eine mehrwöchige Ausstellung zu ermöglichen, benötigen wir einen Betrag von 500€ und würden uns sehr über eine Unterstützung freuen!
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Gemeinsamer Aktionstag

der Bahnhofsmission, Demenzhilfe und der Straßensozialarbeit
am Freitag, dem 4. Dezember 2014
im Bahnhof Göttingen.
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Bild: Wacker

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Feierliche Einweihung der neuen Bundesgeschäftsstelle: (v.l.) Ingrid Stahmer, Ute Volz (Vorsitzende der KKBM), Christian Bakemeier, Gisela Sauter-Ackermann und Christian Baron (stellv. Vorsitzender KKBM).
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Bild: Rolf Zöllner

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"Ökumenischer Mut"

Bundesgeschäftsstelle der Bahnhofsmission eröffnet. –
Erste kirchenübergreifende Geschäftsstelle von Caritas und Diakonie.


BERLIN. „Wir stehen vor Ihnen in versöhnter Verschiedenheit“, beschrieb der Superintendent des Ev. Kirchenkreises Berlin Mitte, Bertold Höcker, gut gelaunt  die Segnung der neuen ökumenischen Bundesgeschäftsstelle der Bahnhofsmission. Als „ökumenischen Mut“ bezeichnete sein katholischer Kollege Matthias Fenski, Bischofsvikar für Ökumene im Erzbistum Berlin, die Eröffnung der ersten kirchenübergreifenden Bundesgeschäftsstelle im Bereich von Caritas und Diakonie überhaupt.
Die Räume befinden sich in den alten Backsteinbögen des Berliner S-Bahnhofs Jannowitzbrücke – eine Umgebung wie sie passender für die Arbeit der Bahnhofsmission nicht sein könnte. Hier werden die evangelische und die katholische Geschäftsstelle gemeinsam arbeiten. Die neuen Räumlichkeiten bedeuten kurze Wege, Synergien und Einsparungen für das Team der Bundesgeschäftsstelle um Dr. Gisela Sauter-Ackermann (katholische Geschäftsführung) und Christian Bakemeier (evangelische Geschäftsführung).
„Wir würden uns freuen, wenn andere Fachverbände diesem einmaligen Beispiel folgen“, unterstrich Wolfgang Meincke, Referatsleiter Freie Wohlfahrtspflege, die erfolgreiche Zusammenführung. Sein Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend unterstützt die Bahnhofsmission unter anderem bei der Innenausstattung der Räume. Diese werden von der Deutschen Bahn kostengünstig zur Verfügung gestellt.
In den Bahnhofsmissionen am Gleis leben die Mitarbeitenden den ökumenischen Gedanken bereits seit mehr als 100 Jahren. Auch im Logo sind das pinkfarbene Kreuz für die evangelische und der gelbe Balken für die katholische Bahnhofsmission schon lange vereint. Die Zusammenlegung der katholischen und evangelischen Geschäftsstelle begann vor vier Jahren, als diese jeweils von Freiburg nach Berlin zogen. Gemeinsame Räumlichkeiten in der Hauptstadt waren jetzt der nächste logische Schritt.
Festrednerin Ingrid Stahmer, ehemalige Sozialsenatorin von Berlin, die den Prozess der Zusammenführung begleitet hat, betonte, wie viel Kraft und Energie solch ein Veränderungsprozess koste. „80 Prozent der Fusionen scheitern, weil die Betriebs- und Organisationskulturen nicht zusammenpassen. Schön, dass die Geschäftsstellen der Bahnhofsmission zu den erfolgreichen 20 Prozent gehören und ab jetzt auf einem Gleis mit gemeinsamen Kopfbahnhof unterwegs sind."

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